Die Begriffe „Unbewusstsein“ sowie „Unterbewusstsein“ werden fälschlicherweise synonym verwendet. Was die Unterschiede sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
Das Unbewusstsein
Als „unbewusst“ bezeichnet man einen kognitiven Vorgang oder eine motorische Aktion, der/die nicht im Bewusstsein stattfindet bzw. nicht bewusst gesteuert wird.
Etwas unbewusst zu tun, bedeutet so viel wie, dass man etwas tut, ohne es zu wissen oder ohne es aktiv zu steuern. Viele unserer lebensnotwendigen Funktionen laufen unbewusst ab. So denken wir z. B. nicht aktiv über unser Blinzeln, unseren Herzschlag, unsere Atmung oder unsere Verdauung nach. Die Vorgänge laufen von ganz alleine ab.
Unbewusstsein bedeutet ebenfalls, dass wir uns unserer selbst nicht bewusst sind. Beispielsweise befinden wir uns im Unbewusstsein, wenn wir einen Tagtraum erleben, schlafen, ohnmächtig sind oder im Koma liegen.
Das Unterbewusstsein
Das Unterbewusstsein bezeichnet die Bereiche der Psyche, die unserem Bewusstsein nicht direkt zugänglich sind.
Das Unterbewusste liegt unter der sogenannten Bewusstseinsschwelle. Es arbeitet nach eigenen Grundsätzen. Das Unterbewusstsein prüft Sachverhalte nicht rational, sondern reagiert aufgrund von Gedanken, Vorstellung und Vorerfahrung.
Unser Unterbewusstsein ist die Summe aller Vorstellungen, Erinnerungen, Eindrücke und Handlungen, die in uns, aber zur Zeit nicht aktiv sind. Viele Dinge, die wir gesehen, gehört oder direkt erlebt haben, befinden sich im Unterbewusstsein, wir können uns nur nicht mehr daran erinnern.
Ein bekanntes Bild dafür ist der Eisberg: Das Bewusstsein ist nur die Spitze, die über der Wasseroberfläche sichtbar ist. Der weitaus größere Teil, das Unterbewusstsein, liegt darunter verborgen und beeinflusst dennoch, wie wir fühlen, denken und handeln.
Die Hypnosetherapie hilft dabei, dennoch auf diese Informationen zugreifen zu können und sie wieder ins Bewusstsein zu holen.
Alles, was im Moment aktiv ist, ist uns bewusst. Unterbewusst spielen aber all die inaktiven Elemente unserer Psyche in unser tägliches Tun und Denken hinein.
So können wir eine Phobie vor Spinnen haben, uns aber nicht an ein gravierendes Erlebnis mit einer Spinne erinnern. Wie sich das im therapeutischen Alltag zeigt, beschreiben unsere Klientinnen und Klienten in ihren Erfahrungsberichten.
Fazit
Das Unbewusstsein umfasst alle (körperlichen) Vorgänge, die nicht bewusst ablaufen oder bewusst gesteuert werden, wie z. B. das Blinzeln oder die Atmung.
Das Unterbewusstsein hingegen stellt einen speziellen Bereich in unserer Psyche dar. Hier werden beispielsweise traumatische Erlebnisse abgelegt, an die man sich bewusst nicht erinnern kann.
Auf das Unbewusste haben wir überhaupt keinen Zugriff. Auf das Unterbewusste können wir jedoch im Rahmen einer Hypnosetherapie Zugriff erlangen.
Im Grunde kann man sagen, dass sowohl beim Unbewusstsein als auch beim Unterbewusstsein Vorgänge und Erinnerungen der rationalen Kontrolle entzogen sind.
Die Hypnose München kann dabei helfen, auf Informationen im Unterbewusstsein zuzugreifen und diese wieder ins bewusste Gedächtnis zu holen und so passende Therapiemaßnahmen zur Problembewältigung zu finden.
Als Heilpraktikerin kann ich Ihnen helfen, Erlebnisse aus dem Unterbewusstsein herauszuarbeiten und Ihnen so zum Beispiel bei Panikattacken, bei Depressionen oder bei der Bewältigung von Phobien zu helfen. Ein guter erster Eindruck, wie andere Klientinnen und Klienten diese Arbeit erlebt haben, geben auch die Bewertungen meiner Praxis.
Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin. Ich freue mich darauf, Ihnen wieder zu mehr Lebensqualität verhelfen zu können.
Weitere Artikel rund um Hypnose finden Sie in unserem Blog.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Was ist das Unterbewusstsein einfach erklärt?
Das Unterbewusstsein ist der Teil unserer Psyche, der Erinnerungen, Eindrücke und Erfahrungen speichert, die uns aktuell nicht bewusst sind, uns im Alltag aber trotzdem beeinflussen. Es arbeitet nicht rational, sondern reagiert auf Basis früherer Erfahrungen und Vorstellungen.
Ist das Unterbewusstsein dasselbe wie das Unbewusste?
Nein. Das Unbewusste steuert unwillkürliche körperliche Vorgänge wie Atmung, Herzschlag oder Blinzeln. Das Unterbewusstsein bezieht sich dagegen auf gespeicherte Erinnerungen, Eindrücke und Erfahrungen, die unser Denken und Fühlen beeinflussen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
Wie kann man auf das Unterbewusstsein zugreifen?
Im Wachzustand ist ein direkter Zugriff kaum möglich. In der Hypnosetherapie wird ein Trancezustand genutzt, in dem das Unterbewusstsein zugänglicher wird, sodass abgelegte Erinnerungen und Muster bearbeitet werden können.
Warum können wir uns nicht bewusst an unterbewusste Inhalte erinnern?
Viele Erlebnisse, insbesondere belastende, werden vom Gehirn so abgespeichert, dass sie zwar unser Verhalten beeinflussen, aber nicht willentlich abrufbar sind. Das kann ein Schutzmechanismus sein, erschwert aber die bewusste Auseinandersetzung damit.
Kann Hypnose auch auf das Unbewusste zugreifen?
Nein. Hypnose setzt gezielt am Unterbewusstsein an, also an gespeicherten Erinnerungen und Erfahrungen. Rein körperliche, unbewusste Vorgänge wie der Herzschlag lassen sich dadurch nicht willentlich steuern.